Die morbide Welt klassischer Motorräder
Die morbide Welt klassischer Motorräder
Klassische Motorräder als Kunstobjekte - 05605-8064434 -
Klassische Motorräder alsKunstobjekte - 05605-8064434 -   

- wie ich weiter wurde 2

So vergingen die Jahre im Handbetrieb und es wurde allerhöchste Eisenbahn, dass etwas passierte! Ich war inzwischen fast 16 und ‚hatte noch nicht’! Ein Moped musste her, das war klar, dann würden mir die Mädels in Scharen hinterher wetzen.

 

Die Werbung für die Dinger, in den wichtigsten Jugendzeitschriften, wie z.B. der BRAVO, suggerierte mir bereits ab  dem 13. Lebensjahr, dass ein solcher Apparat die tollen Mädels in Scharen magnetisch anzog.

Anscheinend waren die besten Mädels in der KREIDLER- Werbung zu bestaunen und so wurde für mich klar, dass ich ein solches Wunderding haben musste!

 

 

Am 3.10.68 war es endlich soweit! Ich hatte in den Ferien drei Wochen in einem Gartenbaubetrieb malocht und so etwa 350,00 Mark verdient,- das sollte für eine gebrauchte Kreidler reichen. Der Führerschein war schnell gemacht und kostete incl. Sehtest etwa 12,00 Mark. Ein Kumpel wollte seine getunte Kreidler- Mokick verkaufen, ich vertraute ihm, war heiß und hatte die Kohle. Das große Geschäft lief einen Tag vor dem 80-igjährigen Jubiläum unserer Stammkneipe, draußen im Biergarten. Der Kaufvertrag wurde auf einem Würstchendeckel gemacht, er bekam das Geld und ich die Schlüssel zu dem Aufreißerbock, wie ich dachte…

Dies war nun also mein 'Aufreißerbock'! Ein getuntes Mokick mit 3-Gang-Handschaltung,Tanklatz und einem Sitzbanküberzug mit Fransen...

 

Aber wo ich mit dem Ding auch auftauchte, es war und blieb das hässliche Entlein und die tollen ‚Flammen’ setzen ihren süßen Zuckerarsch auf neuere und schnellere Apparate oder bevorzugten gleich das Auto von ’nem Achtzehnjährigen. So begann sich mein Traum vom erlösendem, ersten ‚Geschlechtulat’ langsam in heiße Luft aufzulösen; bis ich im ‚Juka’ ‚Caro’ kennen lernte, die mich bereits nach einer Stunde vor Ort aufzufressen begann! Ein paar Tage später, auf einer Sauffete bei meinen alten Musenkumpels im ‚Wichsclub’, nahm ich sie mit. Und während die Kumpels sich gegenseitig ihre Pimmel in den Hintern trieben, lag ich völlig besoffen mit ‚Caro’ im mütterlichen Heiabettchen. Bei dem nun sofort einsetzendem stürmischen Knutschen und Fummeln, gelang es uns lediglich uns wechselseitig die Hosenställe zu öffnen und ich hatte das erste mal eine behaarte Möse in der Hand, ohne allerdings an die, durch die verfluchte Levis zusammengenagelten Oberschenkel, an ihre Spalte zu gelangen. Gleichzeitig lief ich Gefahr, unter dem geübten Würgegriff von ‚Caros’ Hand, Muttis Schlafstatt zu besamen. Noch heute verfluche ich nicht nur unsere hautengen Levis, die sich partout im Liegen nicht herunterzerren ließen, sondern auch einen besoffenen Kumpel, der plötzlich in der offenen Tür stand und so den sich anbahnenden 1. Koitus interruptete…

Danach folgte dann irgendwann ‚Winnie’, die ich auf einer anderen Fete kennen lernte und in der ich in der folgenden Nacht ebenfalls noch nicht eintauchen konnte, weil wir beide eng umschlungen und völlig besoffen eingepennt sind.

Aber immerhin: schon zwei Beinahetreffer! Ob sich diese Beinahetreffer auf den Besitz der Kreidler zurückführen ließen, kann ich nicht mehr rekonstruieren, aber zumindest konnte ich den Ort der jeweiligen Tat mit ihr auf eigenen Rädern verlassen.

 

Im heute nostalgisch verklärtem Jahr 1968 war ich gerade mal 16 Jahre alt und hatte nicht ganz die ideologischen Ambitionen wie sie dieser Zeit immer nachgesagt werden.

Als Realschüler in der Abgangsklasse auf Kassels letzter 'Realschule für Knaben'- einer ehemaligen Zuchtanstalt für solche, interessierten mich anscheinend andere Themen, nämlich : MÄDELS,BIER und MOPPEDS und alles, was damit zusammenhing.

Höchste Bewunderung zollte ich hierbei den kasseler 'Rockern', denen ich auch nachzuleben versuchte.

Leider - oder zum Glück- mit dem Ergebnis, dass ich mich bei dem typischen Rockerhandwerk, also Pöbeleien und Schlägereien tunlichst ausklammerte und beginnende Konflikte in den kirchlichen oder karitativen Jugendclubs und Kneipen auf dem Klo ausaß oder dringend draußen nach meiner 'Maschine' schauen musste...

 

Skulpturen

aus

Motorradschrott

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die

Photomodelle

 

 

 

Photobücher

und Kalender

Technik:

Aufbereitung

Kaufberatung und

Bewertung

 

          Brotlose Künste

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ulf Dauselt