Die morbide Welt klassischer Motorräder
Die morbide Welt klassischer Motorräder
Klassische Motorräder als Kunstobjekte - 05605-8064434 -
Klassische Motorräder alsKunstobjekte - 05605-8064434 -   

Beispielbilder mit Textauszügen 3

S.40-48: 450 K:

Wir 50-er-Piloten trafen uns fast jeden Abend in unserer Stammkneipe, einem ehemaligen Trümmergrundstück mit großem Garten und einem barackenartigem Ausschankgebäude. Draußen im ‚Garten’ gab es zwei überdachte Sitzecken mit Gartenstühlen und einem Tisch. Dort saßen wir, während unsere Hochlenker-Böcke auf wackeligen Ständern vor der Tür standen und tranken für 2 Mark drei große nullfünfer Bier. Und dann hörten wir ihn und sie!Irgendwo in ca. drei Kilometern Entfernung begann sich ein heiseres, röhrendes Fauchen sehr schnell auf uns zu bewegen. Man konnte das seltene Schalten hören und wusste so ungefähr wo er und sie jetzt waren. Dann waren sie da. Ein röhrendes Ausrollen, noch ein kurzer Gasstoß und dann war wieder Ruhe und unser Puls beruhigte sich.

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S. 49 + 50: CX 500

Als 1977 die erste CX 500 in den Schaufenstern der verwöhnten HONDA – Händler stand, war ihr späterer Schimpfname ‚Güllepumpe’ noch im gehässigen Gehirn eines gewissen ‚Werner’ vergraben und die CX- zumindest für HONDA-Verhältnisse- eine Novität.Es war so in etwa eine wassergekühlte GUZZI mit japanischem Verarbeitungsstandard, langlebigem Kardanantrieb, elektronischer Zündung, doppelter Scheibenbremse vorn und den ersten serienmäßig verbauten ‚Comstarrädern’.Das Ganze sah aus, wie eine verunglückte, hochbeinige Mondfähre auf zwei Rädern und klang, wie ein um Gnade wimmerndes Warzenschwein, welches- von schallend lachenden Löwen umzingelt- an einem grünfarbigen Wasserloch steht und mit langhalsigen 35-er Standrohren zittert.

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S.52-56 -XBR

Ab Mitte der 70-er Jahre schwappte aus den USA die sogen. ENDURO-Welle nach Deutschland.Also meist 4-taktige, halbwegs geländegängige Motorräder von 125 bis 500 ccm.Diese Dinger verkauften sich hier als XT 500 so gut, dass alsbald mit der SR 500 von YAMAHA, eine Straßenversion der XT erschien.Und diese ‚SR’ stand dem Verkaufserfolg der ‚XT’ in nichts nach und so begann auch hier mit einer Modellflut aller Hersteller das bekannte Wettrüsten in diesem Segment.

Erst 1985 erschien bei HONDA mit der XBR 500 die direkte Antwort auf die SRX 600 von YAMAHA.Während die wesentlich hübschere SRX ohne Anlasser daherkam und deshalb auch keine Verkaufszahlen erzielen konnte, hatte man bei HONDA nicht auf den Anlasser verzichtet.Trotz der Ähnlichkeit mit einem gestrandetem Buckelwahl, verkaufte sich die XBR recht gut, obwohl sie auf Grund der von den XL-Modellen übernommenen Motoren, auch deren konstruktive Schwächen übernommen hatte.

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S.57-62 : Die ‚FOUR’

Als 1969 die erste CB 750-K-Null bei unserem sonntäglichen Motorradtreffpunkt auftauchte, tat sie das mit einem schon von weitem vernehmbaren, bisher nie gehörten Gemisch aus unartikulierbarem Grummeln und Fauchen, welches uns allen einen wohligen Schauer über den Rücken jagte.

Wir fuhren damals noch 50-er und fanden uns jeden Sonntagmorgen dort ein, um die zahlreichen großen Motorräder zu bestaunen. Dies waren in der Mehrzahl noch alte deutsche Fabrikate, aber hin und wieder tauchten auch die ersten ‚’Japaner’ dort auf. Denen ging es anfangs gar nicht gut, da die alten ‚Windgesichter’, wie sich die deutsche Fraktion stolz nannte, kein gutes Haar an ihnen ließen.

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S.63-70: VF750C

Anfang der 80-er Jahre legte HONDA die VF- Serie auf. Wassergekühlte V-4-Motoren von 400-1100 Kubik, die in buntbemalten Sportmotorrädern zum Einsatz kamen.

Diese Apparate waren höllisch schnell unterwegs und kaputt. Es hat spektakuläre, manchmal klammheimliche Rückrufaktionen gegeben, um den ersten Schrott zu reparieren.

Eines dieser Wunderwerke der Technik war die VF 750 C. Wobei das 'C' wie immer für 'Custom', also Kunde stand. Und tatsächlich waren es die Kunden, die bis 1983 unter verschlissenen Steuerketten -und deren Spannern sowie abgenagten Nockenwellen zu leiden hatten. Und zwar querbeet durch alle Modellvarianten ab 750 Kubik.

So leisteten die 750-er in der C-Version sage und schreibe 86 PS bei einer Drehzahl jenseits der 10.000.Also der typischen Chopper- Charakteristik…

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© Ulf Dauselt