Die morbide Welt klassischer Motorräder
Die morbide Welt klassischer Motorräder
Klassische Motorräder als Kunstobjekte - 05605-8064434 -
Klassische Motorräder alsKunstobjekte - 05605-8064434 -   

Beispielbilder 2  ohne Text

S.41- 47:Panther-Moped

S.41: Irgendwann einmal war sie neu und glänzte S.42: - wahrscheinlich war der erste Besitzer sehr stolz und hat sie gepflegt.
Er musste bestimmt lange sparen, um sie kaufen zu können.Wer war es? War es ein erwachsener Mann, der jeden Tag damit zur Arbeit fuhr? Oder ein Schüler oder Student, der sie vom Vater geschenkt bekam?
S.43: - irgendwann wurde sie dann verkauft ,- wegen einem Auto?
S.44:Sie war noch sehr gut erhalten; ist ja auch gut gepflegt worden vom Erstbesitzer.Der zweite Besitzer war wohl jünger, - vielleicht ein Lehrling? Die Älteren fuhren ja meist schon mit dem Auto zur Arbeit und überall hin…
S.45:- auch der Zweitbesitzer fuhr sie nur bis zum ersten Auto; dann verkaufte er sie wieder.
S.46:Und so ging es wohl etliche Male von Einem zum Anderen- und das Moped wurde immer älter und die Pflege ließ nach und wurde schließlich ganz eingestellt und dann war es kaputt…
S.47: - nun wollte es niemand mehr haben und so stand es nur noch ’rum…

 

S.48-53: DB200

 

S.48: Die Äpfel sind aus dem Garten der Nachbarin ,- einer alten Dame…
S.49: - sie schenkt sie weg, weil es zu viele sind – und sie ist allein.

Die Äpfel sehen dieses Jahr wohl nicht so schön aus, sind aber garantiert ungespritzt…
S.50-: - da waren wohl an einigen die Vögel dran. Und hie und da ist auch ein Wurm drin,aber die Optik ist ja auch nicht so wichtig, bei den Äpfeln…
S.51:- viele musste sie auch wegwerfen, weil sie schon zu arg angegriffen waren und auf dem Boden lagen -“
S.52: - vielleicht hätte sich ein Igel gefreut?
S.53: Manchmal wird zu früh weg geworfen…

 

S.54-71: RT125


S.54: Niemand weiß, wem sie einmal gehört hat

S.55: - niemand weiß, was er gemacht hat –
S.56: - niemand weiß, wie lange er sie besessen hat

S.57: - niemand weiß, wo er überall damit gewesen ist –
S.58: - niemand weiß, wer hinten drauf saß –
S.59: - niemand weiß, wann er sie dort abgestellt hat

S.60: - niemand weiß, warum er sie dort abgestellt hat –
S.61: - niemand weiß, warum er sie nie abgeholt hat –
S.62: - niemand weiß, warum er sie nicht repariert hat –
S.63: - niemand weiß, ob er die fehlenden Teile demontiert hat –
S.64: - niemand weiß, ob er der einzige Besitzer war –
S,65: - niemand weiß, ob er überhaupt noch lebt…
S.66: Niemand weiß, wie lange sie hier stehen wird

S.67: - niemand weiß, wie oft dieser Brombeerstrauch noch blühen wird –
S.68: - niemand weiß, wie viele Spinnen darauf noch weben werden –
S.69: - niemand weiß, wie sie einmal aussehen wird –
S.70: - niemand weiß, ob sie nicht eines Tages verkauft wird –
S.71: - niemand weiß, ob wir dann noch leben werden …

 

S.72-83: Vespa

 

S.72: Er war knappe Zwanzig und studierte irgendwo –
S.73: - und da fuhren überall diese Dinger rum
S.74: - das sah chic aus und machte ’was her –
S.75: - besonders mit ’nem Mädel hinten drauf
S.76: - in die Eisdiele oder ins Grüne –
S.77: - oder sonntags ins Kino –
S.78: - am Samstag zum Tanz –
S.79: - oder in den Urlaub –
S.80: - und so verging die Zeit –
S.81: - dann hat er geheiratet –
S.82: - und dann dieses Wrack gekauft –
S.83: - aber er hatte nie die Zeit dafür…

 

S.84: Hercules

 

Auch diese Hercules lag total zerlegt und in Kartons und Kisten verpackt im dreckigen Keller eines ehemaligen Autohauses.
Sie wurde von einem 'Kumpel' des Juniorchefs dort abgeladen und natürlich vergessen. So verging die Zeit.Das Autohaus dient auch nur noch privaten Zwecken; der Senior ist zu alt und der Junior hat keine
Lust...

- und dann kam ich...

S.86:Der Zusammenbau des Motorrades erfolgte mit der Zielsetzung,alle Bauteile-von der kleinsten Mutter bis zum Rahmen- völlig unberührt in ihrem Urzustand zu belassen.Also so,wie sie seinerzeit lieblos in die Kartons gepfeffert wurden.

S.87:Überraschender Weise waren alle Bauteile vorhanden,wenn auch in einem erbarmungswürdigen Zustand.Aber dies ist der Preis der Authentizität.Hin und wieder mußte ein Gewinde nachgeschnitten werden,aber das war's dann auch schon.
S.89:Während der Montage unternahm ich notgedrungen eine Zeitreise zurück ins Jahr 1969,als ich selbst eine HERCULES K50SE besaß und mit 'Daggi' Himmelfahrt an der Fulle am Wehr knutschte...

Viele Bauteile kamen mir doch sehr bekannt vor,obwohl ich damals noch weit davon entfernt war,ein derartiges Gerät zerlegen zu wollen...

 

Ob ich 'Daggi' heute auch noch knutschen würde...?

 

 

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